Samstag, 21. November 2015

PHILIPS ProCare auto curler Lockenstab

Ich habe den ProCare Auto-Lockenstab von Philips zum Testen erhalten. Der innovative Lockenstab mit automatischer Lockenfunktion zaubert Locken ins Haar. Der bürstenlose Motor und der erhitzte Titan-Keramik-Lockenstab rollen, erwärmen und drehen das Haar automatisch, so dass Locken gestylt werden können. Ob leichte Wellen, stärkere Wellen oder Locken, das alles soll der Lockenstab zaubern und alles, ohne das Haar zu strapazieren. Das hört sich gut an und ich war total neugierig, denn meine Haare hängen oft wie unkontrolliert am Kopf herum. Und schöne Wellen wünsche ich mir schon seit längerer Zeit, hatte sogar eine Dauerwelle in Betracht gezogen, aber davon rieten mir Friseure ab.

Alle Fotos können per Klick vergrößert werden.



Die Besonderheiten laut Hersteller-Beschreibung
Der Philips ProCare auto curler wickelt das Haar automatisch um den erhitzten Stab und liefert jedes Mal perfekte Locken.
1. Titan-Keramik-Lockenstab für schnelles Lockenstyling, optimale Gleitfähigkeit und glänzendes Haar.
2. Professioneller langlebiger bürstenloser Motor.
3. Wärmeisolierende Lockenkammer
4. Drei anpassbare Lockenrichtungen (links, rechts und abwechselnd)
5. Drei Timer-Einstellungen 8,10, 12 Sekunden
6. Drei Temperatureinstellungen 170°, 190° und 210° Celsius
7. Automatische Abschaltung nach 60 Minuten
8. Reinigungszubehör für Lockenstab
9. Zubehör für Strähnenunterteilung

Produktsite: http://www.philips.de/c-p/HPS940_00/procare-auto-curler-automatischer-lockenstab/ubersicht


Mein Testbericht

Lieferumfang
Der Philips ProCare Auto Curler ist in einem Karton verpackt. Dabei ist eine ausführliche Anleitung, sowie eine Kurzanleitung, die bebildert ist.  Außerdem ein Strähnchenteiler, damit kann man die Strähnchen in der richtigen Größe abteilen und ein Teil zum Reinigen, um den Lockenstabes von Stylingresten zu befreien.





Aussehen
Black is beautiful. Vom Design her gefällt mir der Curler schon mal. Er ist matt schwarz gehalten und mit wenigen goldfarbenen Elementen aufgepeppt. Dadurch wirkt er edel und auch zeitlos. Das Gerät sieht sehr stylisch aus und wiegt etwas über 400 Gramm, das 2 Meter lange Kabel nicht eingerechnet. Über die Länge des Kabels kann ich mich richtig freuen, seit einiger Zeit scheinen nämlich die Kabel sämtlicher Geräte immer kürzer zu werden.





Handhabung
Der lange Griff liegt gut in der Hand. An der Vorderseite sind sämtliche Bedienungselemente untergebracht, das finde ich schon mal gut gelöst, da der Styler dadurch gut zu halten ist und man nicht durch die eigene Hand die Knöpfe verdeckt, während man die Locken kreiert. Der Styler liegt dabei fest in der Hand und die Finger locker über die Bedienelemente. Ein versehentliches Drücken eines falschen Knopfes ist kaum möglich, da der Ein-Aus-Schalter ziemich weit unten ist und andere Bedienelemente wie Temperatur- und Zeiteinstellung sowie die Lockendrehrichtung per Schieberegler einzustellen sind. Einzig und allein die Lockentaste liegt im oberen Bereich und muss gedrückt und auch während des Curl-Prozesses gehalten werden.

Der obere Teil des Gerätes, dort wo die Lockenkammer sitzt, ist leicht nach oben abgewinkelt. Das ist der spannendste Teil des Curlers.

Inbetriebnahme
Zuerst einmal habe ich alles ausgepackt und die praktische Schnell-Anleitung von Philips durchgelesen und dann ging es frisch ans Werk. Die Haare habe ich einen Tag zuvor gewaschen, da man das Gerät mit trockenen Haaren benutzen sollte. Natürlich kann man vorher auch einen Hitzeschutz benutzen oder sonstige Stylingprodukte, aber auch diese sollten gut trocken sein. Ich habe aber auf sämtliche Stylingprodukte erst mal verzichtet, weil ich ja wissen wollte, was das Gerät mit meinen Haaren anstellt.

Die Anwendung ist auch ganz einfach. Man steckt das Kabel in die Steckdose und schaltet das Gerät mittels des Ein-Aus-Knopfes ein. Die Leuchte beginnt zu blinken. Das Aufheizen ging Rucki-Zucki, nach 30 Sekunden hört das Blinken auf und signalisierte dadurch, dass der Styler einsatzbereit war. Ich habe mich vorsichtig herangetastet und erst mal die niedrigsten Einstellungen gewählt.

Tipp 1: Wichtig ist, dass man das Haar zuvor gut durchkämmt. 

So gehts:
Dann teilt man eine kleine Haarsträhne von ca. 2-3 cm Breite abgeteilt, ich habe diese noch leicht gezwirbelt. Das Gerät wird dann vertikal gehalten, die Vorderseite zeigt zum Kopf. Man legt die Strähne in die Lockenkammer, indem man sie über die Rückseite des Geräts legt, dort wo der breite Einlegeschlitz ist und die Strähne dann leicht nach unten zieht, um eine leichte Spannung aufzubauen. Also, den Bogen kriegt man schnell raus.

Wenn die Strähne richtig platziert ist, die ersten paar Male kontrolliert man das am besten per Spiegel, betätigt man die Lockentaste und hält diese gedrückt, das ist ganz wichtig.

Ich höre da was - was passiert jetzt?
Es gibt ein Geräusch, das Gerät saugt die Strähne an und diese verschwindet komplett in der Lockenkammer. Der Styler verrichtet jetzt seinen Job. Während des Stylens hört man regelmäßig Signaltöne. Erst einzelne Pieptöne, zum Schluss piept es dreimal hintereinander und dann gib das Gerät ein "Klick" von sich. Das ist dann das Zeichen, dass man die Lockentaste loslassen und das Gerät vom Kopf wegbewegen darf und eine wunderschöne noch warme Locke verlässt das Gerät.

Ja, so einfach ist das.



Da es verschiedene Haarbeschaffenheiten und auch verschiedene Lockenstylings gibt, muss man anfangs etwas herumexperimentieren, welche Einstellung für einen die beste ist. Es sind links- wie auch rechtsdrehende Locken mögllich. Das Gerät besitzt drei einstellbare Temperaturstufen 170°, 190°und 210°, desweiteren drei Zeitstufen mit 8 Sekunden, 10 Sekunden und 12 Sekunden. Mit diesen Einstellmöglichkeiten kann man sich die gewünschte Lockenstärke passend zur Haarbeschaffenheit kreieren.
Philips gibt einem da auch eine kleine Hilfestellung an die Hand.

Empfohlen werden für
Wallende Locken = 170° C - 8 Sekunden
Lose gewellte Locken = 190 C - 10 Sekunden
Enge Locken = 210° - 12 Sekunden



Ich trage einen Bob, der mittlerweile aber etwas herausgewachsen ist, also von der Länge her, gerade richtig für den Curler.
Die ersten 10 Zentimeter werden nicht gelockt. Nur die Längen. Auch bin ich mit der niedrigsten Einstellung angefangen, also 170° und nur 8 Sekunden. Mit dieser Einstellung kommt wirklich nur eine leichte Welle heraus. Da mein Haar schwer ist, hängt sich das ohne Stylingprodukte nach einiger Zeit etwas durch. Aber dennoch war am nächsten Tag noch etwas Schwung vorhanden und die Haarspitzen bogen sich nach außen, was der Frisur ein feminineres Aussehen gab.


Ich habe hier etwas breitere Strähnen abgeteilt und der
Curler hat es problemlos angenommen. (Mittlere Temperatur)


so kommt das Haar aus dem Styler
bei der niedrigsten Einstellung

Am nächsten Tag war die Frisur auf jeden Fall noch fluffig.
Und alles ohne Styling-Produkte. Kein Haarspray - nichts.

So habe ich die nächsten Male immer wieder neue Einstellungen ausprobiert, um das für mich beste Ergebnis zu finden. Heraus kommen immer schön gestylte Locken bzw. Wellen. Da ich einen Stufenbob habe, ist für mich die niedrige und auch die mittlere Einstellung perfekt. Für die stärkste Einstellung müsste ich ziemlich gleichlanges und etwas längeres Haar haben. Ich habe es dennoch ausprobiert, also bei meinem schulterlangen Haar sind die Locken dann sehr eng und springen schön, was mir ein wilderes Aussehen verleiht :D

Das Endergebnis ist sehr gut, besonders wenn man es mit Lockenstäbe vergleicht, bei denen es unten an der Spitze oft einen unschönen Knick gibt. Das ist bei dem Auto Curler nicht der Fall. Er rollt die Haarsträhne bis zur Spitze auf.  Während sich bei meiner "normalen" Warmluft-Lockenbürste ziemlich oft meine Haare in der Bürste festgefressen haben und ich sie in mühevoller Arbeit versucht habe zu retten und zum Schluss manches Mal nur noch die Schere half, hatte ich bei diesem Gerät keine Probleme damit, dass die Haare sich im Zylinder verfingen oder nicht mehr losgelassen hätten und dabei habe ich ab und an schon mal ziemlich dicke Strähnen eingelegt oder das ein oder andere Mal nicht ganz so ordentlich in die Kammer gelegt. Bei mir klappte alles prima. Trotzdem sollte man darauf achten, besonders bei längerem Haar, dass die Haarsträhne akkurat in die Öffnung gelegt wird. Tipp: Dabei hilft auch das leichte Zwirbeln der Strähne sehr gut.

Zeit muss man schon investieren, auch wenn das Gerät fast die ganze Arbeit alleine erledigt, aber Strähne für Strähne abteilen, dann mit dem Curler locken und die Sekunden bis eine Locke fertig ist und entlassen werden kann, warten - das hat bei mir so um die 40 Minuten und auch mal mehr gedauert. Das ist auch ein wenig abhängig von der Haardichte.

Der Philips ProCare Auto Curler hat mich vollkommen überzeugt. Denn ich war eigentlich etwas misstrauisch, nicht was die Fähigkeiten des Curlers betrifft, wunderbare Wellen oder Locken zu zaubern, sondern was die Hitzeauswirkungen auf meine Haare sind. Ich sah mich schon mit strohigen Haaren wegen der doch recht hohen Hitze. Hier brauchte ich keine Angst zu haben, ganz im Gegenteil, das Haar kam wunderbar geschmeidig und glänzend aus dem Gerät wieder raus. Und der Glanz hielt auch an, dank der schonenden Titan-Keramik Beschichtung.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass man sich nicht die Finger verbrennt. Die Hitzeentwicklung findet hauptsächlich im Inneren des Gerätes statt. Während der Inbetriebnahme ist eine gewisse Wärme am Kopf zwar spürbar, die aber nicht unangenehm ist. Lediglich an den Ohren muss man etwas aufpassen.

Auch das 2 Meter lange Kabel finde ich super. Es ist mit einem Drehgelenk verbunden. Somit hat man sehr viel Bewegungsfreiheit für das Styling.

Das Produkt ist mit ca. 140 Euro unverbindlicher Preisempfehlung angegeben.

Meine Tipps zur Reihenfolge:
- Haare müssen trocken sein
- Haare gut durchkämmen, so dass sie völlig entwirrt sind
- eine dünne Strähne mit dem Strähnchenteiler (oder auch ohne) abteilen und zwirbeln
(bei den ersten paar Malen würde ich den Strähnchenteiler benutzen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie dick oder dünn eine Strähne sein darf, damit sie in die Lockenkammer passt und man ein gutes Ergebnis erzielt)
- Strähne in die Öffnung der Lockenkammer halten und
- dann per Knopfdruck ins Gerät ziehen lassen, dabei Knopf gedrückt halten
- Pieptöne abwarten (es piept zwischen 4-5 mal) und beim langen Piepton und einem darauffolgenden Klacken kann der Knopf losgelassen und das Gerät vom Kopf entfernt werden.

Mein Fazit: Eine tolle Lockenfabrik für Zuhause. Das Gerät hat mich positiv überrascht. Die Anwendug ist leicht und anhand der Symbole und Beschriftungen fast schon intuitiv bedienbar. Aber es wird auch sehr gut anhand einer Kurzanleitung erklärt, dennoch braucht man etwas Übung und es wird mit jedem Mal besser. Der Philips ProCare Auto Curler hat mich überzeugt und ich kann es all denen weiter empfehlen, die sich leichte Wellen oder natürlich wirkende Locken im Haar wünschen und mit Lockenbürsten nicht zurecht kommen oder sich nicht gerne die Finger verbrennen.

+ Ansprechende Optik
+ gute Verarbeitung
+ Schnelle und mühelose Anwendung
+ Kurze Aufwärmzeit
+ langes Drehkabel
+ man verbrennt sich während des Stylings nicht die Finger, wird auch bei längerem Gebrauch nicht heiß
+ Signalton ertönt, wenn die Locke fertig ist
+ auch für Frisuren-Noobs, wie ich einer bin, geeignet und nach einigem Üben erhält man ein gutes Ergebnis
+ sehr handlich und angenehmes Gewicht

- falls überhaupt, wäre es der Preis, aber hat man ein innovatives Gerät. Zur Zeit womöglich einzigartig.

Lockenstäbe Vergleichstabelle auf lockenstabtests.com/lockenstab-vergleichstabelle/

Kommentare:

  1. Für lange Haare ein super Lockenstab ;) Leider habe ich aber kurze, aber es sieht bei Dir sehr gut aus ! LG Katrin

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  2. Bisher habe ich noch keinen so guten du ausführlichen Bericht über einen Lockenstab gelesen. Bist Du professioneller Produkttester? Wenn ja, Du solltest es werden. Vielen Dank, dadurch kommt dieses Teil in die engere Auswahl

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