Samstag, 13. Juni 2015

Tschüss, mein kleiner Robby

Am 30. April gab es noch den Eintrag, dass es meinem Robby verhältnismäßig gut ging und er nur altersmäßig mit seinem Füßchen Probleme hatte. Tja, das hätte ich wohl nicht schreiben sollen. Am 10. Juni 2015 musste ich meinen lieben Robby nach längerer Leidensphase einschläfern lassen.

Es war genau das Füßchen. Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Sobald eines meiner Wellis mit dem Füßchen Probleme hatte, steckte nicht nur eine einfache Verletzung dahinter, sondern ein Organ, meistens die Niere.

Robby hatte zum Schluss eine ganz schlimme Gichterkrankung. Zuerst sah man kaum etwas, nur eine leicht gerötete Stelle am Fußgelenk und eine leichte Schwellung, er hatte aber starke Schmerzen. Ich bekam ein Schmerzmittel von der Tierärztin. Dann bildete sich ein gelber Punkt, der jeden Tag dicker wurde, sah aus wie Eiter, war aber ein Gichtknoten. Auch am Zehgelenk bekam er so einen Knubbel.

Zum Schluss konnte er sich nicht mehr auf der Stange halten, er hatte mittlerweile eine Lähmung im Bein und konnte es nicht mehr bewegen und lag meistens bäuchlings unter Schmerzen darauf und das trotz Schmerzmittel. Fliegen konnte er allerdings noch. Sein Kot war breiig und leicht grünlich. Das war keine einfache Gicht, sondern zusätzlich noch eine Nierengicht.

Ich hatte immer gehofft, dass er im Alter einfach von der Stange fällt, weil er zu alt war. Aber sein Herz war noch in Ordnung. Er konnte ja noch supergut fliegen. Aber in seinem Alter gibt es bei so einer schweren Gicht keine Aussicht auf Heilung, es sah auch alles nach einem bevorstehenden Nierenversagen aus und so ein Organversagen wollte ich ihm ersparen, so hatte er einen einigermaßen schnellen Tod.

Robby wurde 13 Jahre und 4 Monate alt.

Robby sah die letzten Wochen so relaxed aus, irgendwie zufrieden. Er hatte seit Lennys Tod etwas abgenommen, denn direkt nach Lennys Tod hatte er nicht so den großen Appetit. Musste das auch wohl erst verkraften, zeitgleich habe ich das Futter auch mit PT-12 präpariert. Wie ich im Nachhinein feststellen musste, leider erst nach Robbys Tod, mochten auch die anderen das damit versetzte Futter nicht so besonders. Er war so ca. 2 Wochen noch etwas lustlos und traurig, dann lebte er wieder etwas auf. Da er ein wenig abgenommen hatte, konnte er plötzlich supergut fliegen, für sein Alter nicht schlecht, er flog mehrmals hintereinander eine Runde. Das hat er, als er noch so dick war, nicht geschafft.

Er wollte irgendwie auch den Jungen zeigen, was er noch konnte. Mein "Bravo Robby" tat sein übriges. Er fühlte sich dann animiert, noch eine Runde zu fliegen und noch eine. Und das alles, ohne groß aus der Puste zu sein.

Einen Monat vor seinem Tod war er noch leicht beleibt, aber als die Gicht ausbrach, zuerst ja unsichtbar, war sein Bäuchlein verschwunden. Ich vermute mal, dass die Giftstoffe, die üblicherweise im Fett eingelagert sind, wohl ins Blut geschwemmt wurden und dann sollten sie von der Niere verarbeitet werden, was die Niere aber nicht mehr so richtig geschafft hat. Die Gicht brach aus und zwar eine richtig schwere.

Auf jeden Fall hatte er die Monate nach Lennys Tod noch einmal so richtig viel Freude, er lebte auf, er war zufrieden, er konnte den Jungs zuschauen, sie besuchten ihn auch beim Freiflug. Olli durfte ab und zu Robby im Käfig besuchen, Robby durfte ab und zu mit Olli zusammen oder mit Taifun zusammen raus. Es war sogar manchmal kein Problem, wenn alle vier zusammen Freiflug hatten. Dann scharten sie sich alle um Robby, der sich dann etwas bedrängt fühlte, aber Olli verteidigte ihn und jagte die anderen schon mal weg.

Robby hatte noch einmal eine schöne Zeit, bevor die Schmerzen zusammen mit der Lähmung kamen.

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